Referrer-Spam: Falscher Traffic, auch das noch!
Gerne glaubt man daran, dass der sprunghafte Anstieg der Besucher und Impressions in den Google-Analytics-Statistiken die Folge der rezenten SEO-Maßnahmen sind und die eigenen Social Media Aktivitäten sich endlich positiv auf den Webtraffic auswirken.
Doch seltsam: Verbunden mit dem gestiegenen Webtraffic ist eine extrem hohe Absprungrate und eine sehr kurze durchschnittliche Sitzungsdauer. Auffällig ist auch, dass jeweils nur die Startseite der Webseite aufgerufen wird. Ein Verdacht erhärtet sich…..
Die anfängliche Freude über den schnell wachsenden Webtraffic wird schnell getrübt, sobald ihr euch die Traffic-Quelle anseht. Finden sich Domainnamen wie 4webmasters.org, semalt.com oder trafficmonetize.org in eurer Liste, müsst ihr euch leider mit der Tatsache abfinden, dass ihr es hier mit Referrer-Spam zu tun habt.
Ärgerlich ist dieser Schein -Traffic, weil er euch eure Webtraffic-Statistiken verfälscht und falls ihr neugierig wart und auf die links geklickt habt, könnt ihr euch obendrauf einen Virus eingefangen haben.
Falls es euch beruhigt: Ihr seid bei weitem nicht die einzigen, die von diesem Phänomen betroffen sind. Die Online Marketing Rockstars haben schon Anfang 2015 über den „Geister-Traffic“ als neue Masche der Online-Marketing Trickser berichtet.
Was tun gegen Referrer-Spam
Wie ihr Referrer-Spam mit GA blockt
Methode 1: Anlegen von Ausschlusslisten
Google Analytics bietet eine Verweis-Ausschlussliste, mit der ihr dem Referrer-Spam auf den Leib rücken könnt. Dazu wählt ihr im Verwaltungsbereich eure Property aus und navigiert zu den Tracking-Informationen. Dort findet ihr das Untermenü „Verweis-Ausschlussliste“.
Hier könnt ihr Referral Spammer Domains durch Eingabe der entsprechenden Domainnamen ausschliessen.
Methode 2: Herausfiltern von Spidern und Bots
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bekannte Spider und Bots auszuschließen. Dazu könnt ihr durch Setzen eines Häkchens in den „Einstellungen der Datenansicht“ Bots ausschalten.
Leider beseitigen diese schnellen Tipps nicht immer das Problem. Eine aktuelle Liste mit Referrer-Spammern und weitere Methoden z.B. durch die Anwendung von Filtern in Google Analytics, findet ihr hier.
Wie funktioniert Referrer-Spam?
Wer glaubt, jede von Google Analytics registrierte Sitzung bedeute, dass ein User die Website besucht habe und dieser Besuch von GA aufgezeichnet wurde, täuscht sich. Der Satz:
„Virtually anybody can send hits for your website, just by knowing your UA-ID (UA-XXXXXXX-XX).“
aus dem Blogbeitrag Guide referrer spam 2015 von analytics-toolkits.com beschreibt den Kern des Übels. Das folgende Schema verbildlicht, wie sich die Spammer direkt mit den Google Analytics Servern konnektieren und somit die Wirkung von Standard-Sicherheitsmaßnahmen erschweren. Aktuelle Tipps zum Setzen von Filtern erhaltet ihr ebenfalls in diesem Beitrag.
Bildquelle: http://blog.analytics-toolkit.com/
Wie geht ihr mit Referrer-Spam um? Seid ihr auch betroffen und wie habt ihr das Problem gelöst? Schreibt mir eure Erfahrungen im Kommentar.
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Ich hab auch das Gefühl es wird nicht weniger. Die Seiten wechseln immer wieder, manchmal kann man schon erahnen wer dahinter steckt. Es ist auf jeden Fall nervig!
Unsere Firmenwebseite ist aktuell gerade von dieser Spamform betroffen – dein Beitrag hat uns sehr geholfen, vielen Dank!
Vielen Dank für euren Kommentar. Das Thema Google Referrer Spam ist leider immer aktuell und beschäftigt die große Mehrheit der Webmaster. Es freut mich, dass ich euch mit meinem Beitrag weiterhelfen konnte.
Hallo Fabienne, mich interessieren grundstäzlich nur Suchzugriffe, daher tangiert mich Ref-Spam natürlich kaum. Danke trotzdem für deine Ausschlusshilfe
Hallo Sascha, vielen Dank für dein Feedback zu meinem Artikel über Referrer Spam. Ich wünsche dir ein entspanntes Wochenende, Fabienne